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Laotisch lernen

Laotisch

Laotisch ist die offizielle von Laos. Sie ist eng mit dem Thai verwandt. Laotisch wird von den Menschen nördlich und südlich des Mekong in Laos und in Thailand gesprochen. Es gibt ein Sprachkontinuum zwischen dem Thailändischen und Laotisch. Zwischen den beiden Sprachen liegt der Isaan-Dialekt von Nordost-Thailand.

Laotisch ist eine isolierende Sprache, die weder Deklination noch Konjugation kennt. Tempus und Numerus etc. verändern die Wörter nicht. Laotisch kennt keine Artikel und kein grammatisches Geschlecht. Der Wortschatz des Laotischen enthält viele Lehnwörter aus dem Pali bzw. Sanskrit.

Schrift

Die Schrift des Laotischen ist den indischen Schriften wie Devanagari sehr ähnlich. Die Vokale sind um den Konsonanten angeordnet, es gibt Vokale, die über, unter, vor oder nach den Konsonanten stehen. Wenn am Anfang eines Wortes ein Vokal gesprochen wird, schreibt man vor, über, hinter oder unter den Vokal einen bestimmten Konsonanten, der an dieser Stelle nicht ausgesprochen wird.

Laotisch lernen

Zum Erlernen des Laotischen eignen sich insbesondere die folgenden Werke:

Anfänger können guten Gewissens zu Laotisch für Anfänger greifen. Alternativ kann das Lehrbuch der laotischen Sprache empfohlen werden.

Wer sich ernsthaft mit der Sprache auseinandersetzen möchte, der sollte zudem ein Wörterbuch sowie eine Grammatik sein Eigen nennen. Das einzige deutsch-laotische Wörterbuch ist das Wörterbuch Laotisch-Deutsch / Deutsch - Laotisch.

Als Grammatik können wir Laotische Grammatik von Boike Rehbein und Sisouk Sayaseng empfehlen.

Laotische Literatur

Laos, Kerngebiet des historischen Königreichs von Lan Xang ("Millionen Elefanten"), besitzt eine reiche Literaturtradition, die bis ins 15./16. Jh. u.Z. zurückgeht. Die Werke sind in Gestalt von Palmblatthandschriften überliefert und werden in den Bibliotheken der insgesamt etwa 2.800 buddhistischen Klöster ("vat") des Landes verwahrt. Die Texte umfassen nicht nur religiöse Literatur, sondern das gesamte Spektrum des gelehrten, populären und literarischen Schrifttums: es finden sich u.a. Werke zur Geschichte, zu traditionellem Recht und Brauchtum, Astrologie und Magie, Ritual und Mythologie, traditioneller Medizin und Heilkunde, Grammatik und Lexikografie sowie Dichtung und eine grosse Anzahl epischer Werke und Volkserzählungen. Eine Anzahl von Texten ist auf "Sa" (Maulbeerbaum)-Papier geschrieben. Dieses ist von erheblich geringerer Haltbarkeit als Palmblatt.

Ein Grossteil der Literatur ist ausserhalb ihres Verbreitungsgebietes unbekannt und harrt noch wissenschaftlicher Erforschung. Von den wenigsten Texten liegen verlässliche Ausgaben oder Übersetzungen in eine westliche Sprache vor. Neben Werken in laotischer Sprache finden sich auch zahlreiche wichtige Manuskripte mit Texten in Pali, der heiligen Sprache des Theravada-Buddhismus. über Jahrhunderte fortlaufend abgeschrieben und traditionsgemäss in Holzkisten aufbewahrt, sind nach vielen Jahren der Vernachlässigung zehntausende wertvoller Manuskripte vom Verfall bedroht.

Maha Sila Viravong gilt in Laos als wichtigster geisteswissenschaftlicher Gelehrter und Vorkämpfer für ein unabhängiges Laos. Schon früh trat er dem antikolonialistischen Widerstand bei und kämpfte zeitlebens gegen die politische Fremdherrschaft der Franzosen und Siamesen. Er ist Autor zahlreicher bis heute wegweisender Werke zur laotischen Geschichte, Literatur und Sprache.

Laotisch lernen an der Uni Passau
Center for Southeast Asian Studies Northern Illinois University